Was haben Kochen und Malerhandwerk gemeinsam? Fünf Parallelen für Ihr Projekt
Transkript
Warum verlaufen manche Renovierungen ruhiger als andere? Wir nehmen ein Wort aus der Profiküche zu Hilfe, „Mise en place“, und übertragen es als Bild auf Ihre Wand: von der Frage, ob sie überhaupt eine Grundierung braucht, bis zu einer kleinen Notizliste für Ihr Projekt.
Intro: Farbenspiel. Ein Podcast von Malermeister Boris Gotta. Produziert mit KI.
Boris Gotta: Wenn Sie überlegen, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihre Geschäftsräume streichen zu lassen oder selbst Hand anzulegen, dann ist diese Folge für Sie. Wir gehen heute einer Frage nach, die auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt: Was hat Kochen mit dem Malerhandwerk zu tun? Unsere Antwort vorweg: Bei beidem entscheidet sich das Ergebnis zu einem großen Teil, bevor der eigentliche Handgriff beginnt. Daraus können Sie für Ihr nächstes Projekt etwas mitnehmen, egal ob Sie privat renovieren, Unterstützung im Alltag suchen oder als Betrieb Räume gestalten lassen wollen.
Boris Gotta: In professionellen Küchen gibt es dafür einen festen Begriff: Mise en place. Das ist Französisch für „alles an seinen Platz“. Gemeint ist: Alle Zutaten werden vor Beginn des Kochens abgewogen, gewaschen, geschnitten und griffbereit aufgestellt. So verläuft das eigentliche Kochen reibungslos, ohne hektisches Suchen. Fachleute aus der Gastronomie beschreiben Mise en Place sogar als Arbeitskonzept und nicht als einzelne Tätigkeit. Die Schritte bauen logisch aufeinander auf, und beim Kochen entstehen keine unnötigen Unterbrechungen. Der Ablauf wird dadurch übersichtlicher, kontrollierbarer und reproduzierbarer.
Boris Gotta: Das klingt nach Küche, nicht nach Farbeimer. Aber der Vergleich ist unser Bild, kein Befund aus der Gastronomie, und er trägt erstaunlich weit. Schauen wir uns fünf Gemeinsamkeiten an und danach einen Unterschied.
Boris Gotta: Erstens: der Arbeitsplatz. Bevor gekocht wird, steht alles bereit. Beim Streichen ist das der Raum. Für das Grundieren wird empfohlen, den Raum gut zu lüften, angrenzende Flächen und Böden mit Malerfolie oder Abdeckvlies zu schützen und alle Dekoelemente zu entfernen. Möbel, die sich nicht entfernen lassen, schützt man mit Plane und Klebeband. Wenn Sie selbst streichen, empfehlen wir Ihnen genau das: Machen Sie den Raum frei und geschützt, bevor Sie den Farbeimer öffnen. Das erspart Ihnen mitten in der Arbeit das hektische Umräumen. Für manche ist gerade das Möbelrücken eine Hürde. Dabei unterstützt unser Senioren-Service. Er bietet Unterstützung beim Verrücken von Möbeln, beim Reinigen von Textilien oder beim Renovieren während Abwesenheiten. Wie das in Ihrem Fall aussieht, besprechen wir gern persönlich.
Boris Gotta: Zweitens: die Zutaten prüfen. Wer kocht, schaut sich an, was er in der Hand hält. Beim Streichen ist die Wand die wichtigste Zutat. Ihr Zustand entscheidet über die passende Vorbehandlung, und entscheidend ist, die Wand vorher zu prüfen und die passende Grundierung zu wählen. Dabei gilt: Nicht jede Wand braucht eine Grundierung. Bei festem, sauberem und gleichmäßig saugendem Untergrund ist oft keine nötig. Sinnvoll oder notwendig kann sie sein, wenn eine Wand stark oder ungleichmäßig saugt, leicht sandet oder für die nachfolgende Beschichtung zu glatt ist. Und sie muss zum Untergrund passen. Unser Tipp: Notieren Sie sich, was Ihnen an der Wand auffällt. Sandet sie? Gibt es Flecken? Löst sich alte Farbe? Auch wir sehen die Oberfläche als Grundlage. Unsere Innen- und Außenputze sollen eine hohe Oberflächenqualität schaffen, auf der alle weiteren Gestaltungsschritte aufbauen.
Boris Gotta: Drittens: Reihenfolge und Geduld. In der Küche kommt nicht alles gleichzeitig in den Topf. Beim Streichen gilt das ebenso. Dispersionsfarben können zwar oft schon nach wenigen Stunden überstrichen werden. Trotzdem ist es ratsam, die angegebene Wartezeit des Herstellers einzuhalten. Eine längere Trockenzeit kann verhindern, dass sich die erste Schicht unter dem neuen Anstrich löst. Das würde zu Farbklumpen und einer ungleichmäßigen Oberfläche führen. Eine feste Stundenzahl nennen wir Ihnen bewusst nicht, denn sie hängt vom Produkt ab. Raumtemperatur, Lüftung und Untergrund beeinflussen die Trocknung zusätzlich. Lesen Sie deshalb die Herstellerangabe zu Ihrer Farbe. Es ist wie bei einem Gericht, das nicht schneller gar wird, wenn man ständig den Deckel hebt.
Boris Gotta: Viertens: die Qualität der Zutaten. Beim Kochen merkt man schnell, dass sich schwache Zutaten durch Technik nur begrenzt ausgleichen lassen. Unsere Haltung dazu: Qualität ist für uns nicht verhandelbar. Wir arbeiten gründlich, präzise und nachhaltig. Nach unserer Erfahrung machen Kunden häufig den Fehler, dass sie irgendwo günstiger kaufen oder billigere Produkte mit schlechter Qualität aus dem Baumarkt verwenden. Davon raten wir ab. Das heißt nicht, dass jedes Baumarktprodukt schlecht wäre. Es heißt: Schauen Sie auf die Qualität und nicht nur auf das, was gerade im Regal liegt. Fragen Sie nach, welches Produkt auf Ihrer Wand landet und wofür es gedacht ist.
Boris Gotta: Fünftens: das Können, das in keinem Rezept steht. Zwei Köche mit denselben Zutaten kochen nicht gleich, weil Gefühl und Übung zählen. Im Malerhandwerk ist das nicht anders. Mithilfe italienischer Handwerkstechniken entstehen bei uns Lasuren, Schwamm- und Spachteltechniken, Marmorierungen, Vergoldungen und Air-Brush-Designs im Lounge-Stil. Und wo mehrere Gewerke zusammenarbeiten, erinnert das an eine Küche, in der viele Hände ineinandergreifen. Das ist wieder nur ein Bild. Konkret übernehmen wir mit Raumwerk All-inklusive die Bauleitung und Koordination von Partnerbetrieben wie Elektrikern, Sanitärinstallateuren und Schreinern.
Boris Gotta: Ein Unterschied bleibt: Ein misslungenes Gericht kann man neu kochen. Bei einer Wand kann eine Korrektur dagegen aufwendig sein. Gerade deshalb lohnt sich die Vorbereitung vorher.
Boris Gotta: Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen, hilft Ihnen deshalb eine kleine eigene Mise en place. Schreiben Sie auf, was Sie über die Wand wissen: Sandet sie, gibt es Flecken, löst sich Farbe? Notieren Sie, welche Räume es betrifft, was dort steht und was sich schwer bewegen lässt. Halten Sie fest, welche Farbe und Oberfläche Sie sich vorstellen und bis wann alles fertig sein soll. Schreiben Sie Ihre Fragen auf, etwa welche Vorbereitung nötig ist und wie viel Trocknungszeit Sie einplanen sollten. Als Gewerbekunde überlegen Sie vorab, wann Ihre Räume frei sein können. Als Senior notieren Sie, was Sie nicht selbst heben oder räumen möchten. Bei unseren Maler- und Tapezierarbeiten wird jeder Auftrag von der Erstberatung über die Projektsteuerung bis zur Endkontrolle begleitet. Welche Einzelschritte in Ihrem Fall dazugehören, klären wir mit Ihnen im Gespräch.
Boris Gotta: Was hat Kochen also mit dem Malerhandwerk zu tun? Beide leben davon, dass vor dem ersten Handgriff Ordnung herrscht, das Material geprüft ist, die Reihenfolge stimmt und Geduld Platz hat. Wer das beherzigt, schafft gute Voraussetzungen für ein Ergebnis, das auch nach dem Anrichten oder dem letzten Pinselstrich überzeugt.
Outro: Farbenspiel. Ein Podcast von Malermeister Boris Gotta. Mehr auf maler minus Gotta Punkt d-e. Produziert mit KI.